Die Insel Riems liegt im Südwesten des Greifswalder Boddens, eines zwischen dem Festland und der Insel Rügen gelegenen flachen Ausläufers der Ostsee. Die Insel Riems beherbergt die älteste virologische Forschungsstätte der Welt, die dort seit 1910 von Friedrich Loeffler aufgebaut worden ist. Loeffler, Ordinarius an der Greifswalder Universität, hatte 1898 durch Filtrationsversuche herausgefunden, dass für die gefährliche Maul- und Klauenseuche nicht Bakterien, sondern eine bis dahin unbekannte Klasse "allerkleinster Organismen" verantwortlich sein musste - er hatte die Viren entdeckt. Nachdem Loeffler bei seinen Untersuchungen unbeabsichtigt eine große Region bei Greifswald mit der Maul- und Klauenseuche infiziert hatte, zog er 1910 aus Sicherheitsgründen mit seinem Institut auf die Insel Riems. Seit 1997 ist der Riemser Forschungskomplex Hauptsitz der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen. Zu den Aufgaben des Friedrich - Loeffler - Institutes (FLI) gehören die Erforschung von Tierseuchen, wie BSE, Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe und Schweinepest, und die Entwicklung von Vorsorge- und Schutzmaßnahmen dagegen, insbesondere von Veterinär-Impfstoffen. Als Stadtteil von Greifswald aber wegen der Forschungsarbeiten mit Viren ist die Insel für die Öffentlichkeit gesperrt.

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