Fleischervorstdt

Die Fleischervorstadt wurde in ihrem jetzigen Aussehen um 1900 errichtet. Hier entstanden Wohnungen für gehobene Wohnansprüche der Universitätsprofessoren, der Beamten und Angestellten der Universität, Gerichte und Verwaltungen. Der 1895 gegründete Spar- und Bauverein sorgte für verbesserte Wohnverhältnisse der kleinen Angestellten und besserverdienenden Arbeiter. Reichsbahnangestellte und Arbeiter fanden hier ein Zuhause. Heute ist es ein beliebtes Viertel für junge Leute. Durch die Nähe zur Universität sind die Wohnungen bei Studenten beliebt. Die Fleischervorstadt liegt zwischen Stadtgraben, Platz der Freiheit (Europa-Kreuzung) und Pestalozzistraße sowie zwischen Bleichstraße und Bahnhof, benannt nach der Weidekoppel, auf der die Fleischer ihr Schlachtvieh hielten. Es sind noch sehr viele Klinkerbauten und schöne Villen in diesem Stadtteil zu bestaunen. Der rote Backsteinbau der alten Kaserne am Nexö-Platz ist jetzt Landesarchiv und Schulamt.

 

Das Film-Theater (Kino) in der Langen Reihe ist geschlossen und die Hansa-Hallen abgerissen. Das ehemalige Lazarett ist Landes-Hygiene-Institut. In der Pestalozzi-Straße befindet sich die Jugendherberge. Der Brinkhof ist eine schöne Wohnanlage geworden. Auch die Arndt- und Krull-Schule strahlen in voller Schönheit und die Polizei ist immer noch in der Brinkstraße. Zu bewundern sind auch die zahlreichen alten Obstbäume in den Innenhöfen und kleinen Hofgärten.

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